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2014 Archiv

„Die Vögel“ von Aristophanes

Auch zur Spielsaison Sommer 2014 waren die Aufführungen wieder sehr erfolgreich. Das Publikum war begeistert und auch Schauspieler und Regie waren sehr zufrieden. Wir hatten wahnsinniges Glück mit dem Wetter und durften beinahe jedes Mal im Innenhof des Cairo spielen. Besonders toll: Vor einigen Jahren wurden die Vögel auch im Mainfrankentheater gezeigt. Der damalige Chor der Vögel hat uns zugesehen und fand es toll. Auch Prof. Ulrich Sinn, der den Text für das Mainfrankentheater neu übersetzt hatte, war begeistert. Über solch professionelles Lob haben wir uns natürlich besonders gefreut.

Besonders freut uns auch, dass wir nach den Aufführungen wieder Gewinn gemacht hatten. Diesen konnten wir dieses Mal an ein ganz besonderes Projekt in Ghana spenden. Und zwar an die Ghana Angel Soccer Academy.

Grafik/Fotos © by Anna-Maria Flöck & Philipp Damm | Alle Rechte vorbehalten.

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2013 Archiv

Terry Pratchetts „Eric“

Eric (Faust) von Terry Pratchett

„So schreitet in dem engen Bretterhaus

den ganzen Kreis der Schöpfung aus

Und wandelt mit bedächt’ger Schnelle

Vom Himmel durch die Welt zur Hölle.“

Faust I, Goethe

Rincewind hat ein Problem: Der verplante Zauberer landet unter mysteriösen Umständen im magischen Bannkreis von Eric, dem jüngsten Dämonenbeschwörer der Scheibenwelt. Nun muss er dem schwer pubertierenden 14-Jährigen drei Wünsche erfüllen, so will es die Logik der Dämonen.

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2013 Archiv

Gretchen 89ff von Lutz Hübner

„Na, die Gretchen-Szene in Goethes Faust, das ist Seite 89 folgende“

Um das Stück, welches unser nächstes sein sollte, den Freunden und Interessenten des theater dreiecks vorstellbar zu machen, fielen solche oder ähnliche Sätze zur Erklärung des Inhalts. Ein Stück, das die Kästchenszene in Goethes Faust immer wieder neu beleuchtete, sollte unser nächstes Projekt werden: Gretchen 89ff von Lutz Hübner. 10 Szenen, komplett unabhängig voneinander funktionierend.

Jede Szene würde eine mögliche Inszenierung der Gretchenszene zeigen, die sich in Goethes Faust auf den Seiten nach der namensgebenden Seite 89 finden ließen. Dabei stehen jeweils ein Regisseur und ein Gretchen auf der Bühne, die die Kästchenszene auf immer neue Weise, völlig verstörend, meist aber verstörend witzig, darbieten sollten. So findet sich unter anderem der Streicher, der die Szene im Grunde genommen ohne Text und Bühnenbild aufführen möchte, die Diva, die dem Regisseur jegliche Entscheidungen über die Umsetzung absprechen will oder der Freudianer, der bei der Gretchenszene vor allem eines in den Vordergrund rücken möchte: Sex. Dabei stellt sich die Frage immer wieder neu, ob das ominöse Kästchen denn nun eine Goldschatulle, eine Zigarrenschachtel oder ein blauer Müllsack sein soll.

Bei den meisten Umsetzungen sind die Mitspieler von den Ansichten des dubiosen Hauptcharakters hierbei recht wenig überzeugt. Die Komödie nimmt ihren Lauf.

So zeigen 10 völlig unterschiedliche Charaktere und ihre jeweiligen Gegenspieler die enorme Vielfalt einer einzelnen Szene auf, die man immer neu, immer anders, interpretieren könnte. Insgesamt stehen dabei sowohl Inhalt der Szene als auch das Zusammenspiel von Regisseur und Schauspieler, den maßgeblichen Persönlichkeiten, die ein Theaterstück erst zu einem guten Theaterstück machen, im Mittelpunkt.

Das, was der Zuschauer auch in unserem Stück sehen kann, eine gelungene Inszenierung oder eben nicht, wird als Thematik selbst auf die Bühne geholt. „Warum ein Stück so wird, wie Sie es erleben und oft auch erleiden müssen, liegt an der seligen oder unseligen Kombination von Regie und Schauspiel, zwei von alters her natürlichen Angstgegnern“, so auch Lutz Hübner im Vorwort zu seinem Stück.

Was unser Zusammenspiel innerhalb der Gruppe anging, konnte man zum Glück nicht von Ängsten zwischen Regie und Schauspielern sprechen. Die Aufteilung der Szenen ermöglichte uns eine entspannte Probe, in der nur zwei Personen gleichzeitig probten, die Requisiten waren aufgrund der Nähe zur Realität relativ einfach zu beschaffen und der Text war zumindest komprimiert und von daher meist gut zu lernen.

Kleinere Pannen waren deshalb natürlich noch lange nicht ausgeschlossen. Was den Text anging, hatten die Schauspielerin und der Requisiteur zunächst noch kleinere Probleme. Anderen sah man an, dass das Rauchen, welches auf der Bühne umgesetzt werden musste, wohl in der Freizeit keine größere Rolle spielte. Eine ungewöhnliche Handhaltung hier, ein kleiner Textaussetzer da und ein ungewollter Sturz eines Schauspielers zum Abgrund des Bühnenrandes hin, konnte vom Publikum auf unserer Bühne im Jugendkulturhaus Cairo beobachtet werden.

Zum Glück nur von einem kurzen Schock nach dem Aufprall verfolgt, konnte das Stück ohne weitere Probleme fortgeführt werden und machte uns allen eine Menge Spaß.

Insgesamt erfreuten wir uns vor allem in der zweiten Spielhälfte an vollen Zuschauerreihen und großem Gelächter, wenn das Tourneepferd Gretchen beispielsweise mit seinem wienerischen Macho-Gehabe in die Flucht trieb. Da wunderte sich dann auch keiner mehr, dass Gretchen den Regisseur am Ende des Stücks mit dem Satz „Bin weder Fräulein, weder schön. Kann ungeleit nach Hause gehen“, abblitzen ließ.

Grafik/Fotos © by Anna-Maria Flöck & Philipp Damm | Alle Rechte vorbehalten

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2008 Archiv

Adam Geist

Adam Geist – ein moderner Woyzeck

Das Stück besteht aus vielen Einzelbildern, die fragmentarisch angeordnet sind, mit nur wenigen Rollen, die in mehreren Szenen auftauchen. Dabei noch verschiedenste Orte: Sterbebett, Psychiatrie, eine Schneelandschaft, Friedhof und Ort im Krieg, um eine Auswahl zu bieten. All das verlangte schnelle Szenenwechsel mit wirkungsvollen Umbauten. Umziehen war meistens auch nicht möglich. Wie immer beim Lesen solcher Stücke habe ich mich gefragt, wie das funktionieren und interessant werden sollte. Aber Theaterstücke sind eben nicht zum Lesen, sondern zum Aufführen gemacht.

Der Feuerwehr- und der türkische Männerchor lieferten die Inspiration, die kleinen Rollen aus einem Chor zu speisen.
Quasi nach griechischem Vorbild mit weißen Halbmasken und mit schwarzer Jogginghose und T-Shirt. Nur die bedeutenderen Rollen zogen dann die Masken ab und kleiden sich spezifisch mit nur einem Accessoire, damit es schnell ging.

Bei den kurzen Szenen sollten auch die Aufgänge nicht zu lange dauern, also setzten wir den Chor auf die Bühne. Stühle waren zu groß, also Bierbänke. Passen wir auf zwei Bänke? Naja, wird schon gehen, mehr passten nicht auf die Bühne. Ok, bis jetzt hatten wir Bierbänke mit schwarz gekleidetem Chor auf schwarzer Bühne. Also verkleideten wir die Bierbänke auch schwarz. Super, dann konnte auch keiner durchschauen und wir konnten die Requisiten in Kisten dahinter lagern. Aber schwarze Bühne und Schneelandschaft und ausdrücklich weiß gestrichene Psychiatrie? Weiß. Dann hängen wir doch weißen Stoff an die Drahtseile an den Seiten, oder? Das hätte aber ewig gedauert und außerdem wäre alles im Weg gesessen und gestanden. Viele Überlegungen später stand die Idee: ein Drahtseil hinten in die Mitte der Bühne, zu den vorderen Ecken, wo der Hauptvorhang befestigt ist. Nur zwei weiße Vorhänge im Dreieck und der Chor und alles verschwinden dahinter. Gelöst! Nächstes Problem: Die Souffleuse brauchte ein Buch auf der Bühne. Naja, dann nehmen eben alle eins und lesen mit. Dann vergisst auch keiner, dass er dran ist. Optimal! Nur: was sagen wir, wenn jemand fragt, warum wir auf der Bühne sitzen und mitlesen? Dass wir schnell mit den Umbauten sein wollten und die Souffleuse eben ein Textbuch brauchte?! Das klang auch doof. Aber alle auf die Bühne zu setzen mit Textbuch in der Hand fühlte sich sehr richtig an und passte zur Inszenierung und zum Stück.

Nach der Generalprobe war die Erklärung auch sonnenklar: Determinismus! Der Chor sitzt auf der Bühne und liest mit, Adam kann also nichts anderes machen als geschrieben steht, weil es von allen kontrolliert wird. Die Masken stehen dafür, dass es jeder sein könnte, die anonyme Masse, jeder von uns.

Manchmal muss man doch dem Gefühl, dass es richtig ist folgen und die Erklärung kommt einem dann noch. Auch das erste mal den weißen Vorhang zu zu ziehen, veränderte den ganzen Theatersaal überraschend. Die Reaktionen des Publikums zeigten, dass sich der Aufwand dafür gelohnt hatte.

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2006 Archiv

Tote ohne Begräbnis

Tote ohne Begräbnis von Jean-Paul Sartre

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2005 Archiv

Das Spiel ist aus

Das Spiel ist aus von Jean-Paul Sartre

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2005 Archiv

Der eingebildete Kranke

Der eingebildete Kranke von Moliére

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2004 Archiv

Germania: Tod in Berlin von Heiner Müller

Der Dramatiker und Regisseur Heiner Müller setzte sich zeitlebens hauptsächlich mit der deutschen Geschichte und der „deutschen Seele“ auseinander.

Diese Themen verarbeitete er in stark überzeichneten, surrealen Bildern die viel Spielraum für Interpretation lassen. So auch beim Stück „Germania-Tod in Berlin“, das sich mit der jüngeren Geschichte Deutschlands und der Entstehung eines neuen Staates, der DDR, befasst. Soweit, so gut. Welcher Wahnsinn mich als blutiger Anfänger erwarten würde, als ich mich 2004 freiwillig für eine Rolle (später vier) bei der Inszenierung eben jenes Stücks im Rahmen des theater dreiecks meldete, war mir jedoch nicht bewusst. Das lag nicht an der engagierten Regisseurin oder den fleißigen Schauspielern, sondern am Stück selbst. Wer als „normaler“ Theaterfreund schon einmal ein Stück von Heiner Müller gesehen hat weiß, dass dieser mit fast schon dadaistischen Regieanweisungen arbeitet und für das Stück nicht weniger als 80 sprechende Figuren ersann. Dies gipfelte darin das jeder(!) Schauspieler mehrere Rollen spielte, teilweise in der selben Szene. Auch wurden manche Schauspieler zu Utensilien degradiert, die für das Stück notwendig waren, denn welches Laientheater hat schon einen Schnürboden? Oder einen Hund? Das ich in meinem ersten Theaterstück auch gleich Hitler spielen würde, der von Germania in den Schritt gegriffen wird, war auch eher Neuland für mich und in meiner Naivität vorher nicht abzusehen. Das tat meinem Enthusiasmus den (ausverkauften) Saal mit rollendem R zusammenzubrüllen jedoch keinen Abbruch. Alles in allem war es für mich und meine anderen Mit-Anfänger die z.B. auf der Bühne onanieren mussten, ein gelungener, wenn auch leicht anstrengender, Einstieg in die Schauspielerei.

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2004 Archiv

Die Physiker

Die Physiker von Friedrich Dürrenmatt

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2003 Archiv

Es war die Lerche von Ephraim Kishon

Es war die Lerche von Ephraim Kishon

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